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Tipps & Tricks - Freisticken

Tipps & Tricks: Freisticken

Stopfen mit der Haushaltsnähmaschine

Tipps & Trick: Freisticken - Stopfen mit der Haushaltsnähmaschine
Das Freihandsticken oder Stopfen mit eine ganz normalen Nähmaschine ist relativ einfach. Doch viele Anwender haben diese Funktion noch nie ausprobiert. Deshalb wollen wir euch hier eine kleine Anregung geben, wie ihr schnell einen Namen oder einfache Motive auf einen Stoff aufsticken könnt. Viele moderne Computernähmaschinen bieten mittlerweile automatische Stickfunktionen, wie ein Alphabet oder Zahlen, in ihren Grundprogrammen an. Allerdings wird über diese Grundprogramme mehr genäht als gestickt. Richtige professionelle Stickfunktionen mit aufwendigen Stickerei - Applikationen bieten daher nur Kombinationsnähmaschinen mit Stickrahmeneinsatz oder eben reine Stickmaschinen an. Mit etwas Übung sind allerdings auch brauchbare Ergebnisse mit einer ganz normalen Haushaltnähmaschine zu erreichen!

Wir haben das Maschinensticken mit zwei Nähmaschinen ausprobiert. Zum einen mit der Brother PQ-1500s. Diese ist eine High-Speed Geradstich-Schnellnähermaschine für den semiprofessionellen Bereich. Bei dieser Maschine war bereits ein spezieller Stickfuß im Zubehör enthalten.

Die andere  Nähmaschine Singer Brilliance 6180 entspricht einer ganz normalen Haushaltsnähmaschine. Der Stickfuß oder Stopffuß ist bei der Singer ein optionales Zubehör und muss extra gekauft werden. Beide Nähmaschinen werden übrigens in der nächsten Zeit hier im Praxistest besprochen.


Vorbereitung

Nähmaschine

Materialien:

  • Maschinenstickgarne im Farbset: NZ-00735
  • Unterfadengarn: BRI-PS100_2-000
  • Stickvlies: PRYM-968205
  • Kreativ-Vlies, wasserlöslich, 90 x 45 cm, weiß: PRYM-968195
  • Vlieseline: Standard: V-H250-W
  • Trickmarker oder Makierstift (selbstlöschend oder wasserlöslich), um das gewünschtes Motiv auf den Stoff aufzuzeichnen: PRYM-611809

Außerdem: Omas Stickrahmen aus Holz oder ein moderner Plastikstickrahmen: Hier wird der Stoff zwischen den kleineren und größeren Rahmen gespannt und an der Einstellschraube festgezogen.

Tipp: Wasserlöslicher Vlies ist bei dünnen Stoffen zu empfehlen um die Oberseite des Stoffes zu festigen.


Schritt 1: Stickfuß anbringen

Manche Hersteller (Discountnähmaschinen) empfehlen in ihrer Gebrauchsanweisung bei dem Freihandsticken ganz auf einen speziellen Nähfuß zu verzichten. Hier wird der komplette Nähfuß inklusive Klickvorrichtung an der seitlichen Schraube abgenommen. Allerdings haben wir bessere Nähergebnisse mit Verwendung eines Stickfußes erzielt.

Stickfuß anbringen

Tipp: Hat man keinen speziellen Stickfuß zur Hand, so kann man auch das Standard Nähfüßchen verwenden.

Schritt 2: Stopfplatte einsetzen

Das Freihandsticken wird ohne das interne Transportsystem der Nähzähnchen in der Stichplatte vollzogen. Bei den meisten Nähmaschinen muss nun die Stopfplatte eingesetzt werden. Die Stopfplatte wird meistens als Zubehör mitgeliefert. Bietet die Nähmaschine einen höhenverstellbaren Transporteur, wie es bei der Brother PQ-1500 der Fall ist, kann man Stoff- Transporteur tieferstellen und somit den internen Stofftransport "quasi“ abschalten.

Stopfplatte einsetzen

Schritt 3: Fadenspannung regulieren

Nun wird die obere Fadenspannung etwas verringern, so dass der Unterfaden nicht durch die Oberseite des Stoffes gezogen wird. Bitte hierbei bedenken dass, die Maschinenstickgarne aus Glanzviskose bestehen und im Allgemeinen nicht so reißfest sind.

Schritt 4: Stoff einspannen oder verstärken

Den zu bestickenden Stoff entweder in einen Stickrahmen aus Holz einziehen oder den Stoff von hinten mit Vlieseline verstärken. Bei dickeren Stoffen ist das Sticken prinzipiell etwas einfacher, aber auch hier schadet es nicht, die Stoffe zu verstärken.

Stoff einspannen oder verstärken

Schritt 5: Das Sticken

Nun muss der Stickrahmen oder der Stoff unter das Nähfüßchen gebracht werden. Ist der Stoff unter den Nähfuß wird der Nähfußhebel abgesenkt und los gehts. Die Bewegungen des Stickrahmens bzw. des zu bestickenden Stoffes erfolgt durch den Bediener und wird durch das Motiv bestimmt. Dabei müssen Nähgeschwindigkeit und Bewegung des Stoffes koordiniert werden. Wenn ihr das Motiv vorher mit einem Trickmarker auf den Stoff zeichnet, könnt ihr euch leichter orientieren.
In unserem Beispiel Sticken wir auf einen bedruckten Stoff eine Ziernaht parallel zum Motiv.

Das Sticken

Tipps für die richtige Stichart: Für das filigrane Sticken des Namens haben wir einen Geradstich verwendet. Durch das mehrfache Übersticken mit Maschinenstickgarn ergeben sich hübsche Linien, die fast ein wenig an Stoff - Malerei erinnern. Die Stichlänge ergibt sich durch das freie Bewegen des Stoffes. Am Besten probiert man vorher an einem  Stoffrest die optimale Stichlänge aus. Bei einer Stickerei, die etwas mehr an Fläche fordert, kann man auch einen kleinen Zickzack Stich verwenden. Die Fläche kann nachträglich mit einem Geradstich eingesäumt werden.

Die richtige Stichart

Übersticken mit Maschinenstickgarn

Schritt 6: Das Ergebnis

So ... denke mal, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wie man in unserer Bilddokumentation gut erkennen kann, haben wir das Freihandsticken auf Stoffresten ausprobiert, um für die finale Fassung die richtige Stichart und den optimalen Stoff entsprechend auszuwählen.
Wenn man nun die fertige Applikation auf ein größeres Stück Stoff nähen möchte, so kann man hierfür einen Zickzack Stich verwenden.

Freihandsticken auf Stoffresten

Tipps beim Freihandstopfen:
Das Freihandstopfen funktioniert nach der gleichen Reihenfolge und Anleitung wie oben genannt. Falls ein größeres Loch zu stopfen ist, empfiehlt es sich das Loch vorher einzusäumen und von hinten eine etwas festere Vlieseline aufzubügeln, um dem Stoff etwas mehr Substanz zu geben.

Übrigens die verschiedenen Nähmaschinen haben beide gute Ergebnisse gebracht, wobei die Brother PQ-1500s durch den speziellen Stickfuß und die 1500 Stiche pro Minute ein schnelleres Ergebnis brachte. (Beitrag von FS)

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